Synthetische Drogen wie Ecstasy und Crystal sind auf dem Vormarsch
Die weltweite Nachfrage nach Kokain, Opiaten oder Cannabis geht zurück, während die Produktion und der Konsum von synthetischen Drogen steigt.
Zu diesem Schluss kommt der Weltdrogenbericht, den das Büro der Vereinten Nationen für die Drogen und Verbrechensbekämpfung (UNODC) 2009 in Wien und Washington veröffentlicht hat. Die UN-Fahnder gehen davon aus, dass unter anderem die sinkende Nachfrage nach konventionellen Drogen zu dem Anstieg blutiger Gewalt in Mexiko beigetragen hat.
Nach Ermittlungen der UN-Behörde ist im vergangenen Jahr allein der Schlafmohnanbau in Afghanistan um 19 Prozent zurückgegangen. Afghanistan stand bisher für 93 Prozent der Welt-Opiumproduktion. In Kolumbien, das die Hälfte des globalen Kokainvolumens produziert, sank der Anbau von Koka um 18 Prozent, die Kokain-Produktion schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent.
Juristisches Gerangel um den “Pieks” – Freifahrtsschein für Promillesünder?
Ein Sprecher der Hamburger Polizei hat nach aktuellen Medienberichten eingeräumt, dass auf den Straßen der Hansestadt die Zahl der Alkoholkontrollen seit November 2009 deutlich gesenkt wurde und auch deutlich weniger Blutproben entnommen wurden.
Dies sei die direkte Folge einer Anweisung der Hamburger Innenbehörde. Hintergrund sind Vorgaben aktueller höchstrichterlicher Entscheidungen, in denen eine stärkere Achtung des gesetzlich vorgeschriebenen Richtervorbehaltes betont wird.
Der Richtervorbehalt besagt, dass eine Blutentnahme beim Verdächtigen grundsätzlich nur durch einen Richter angeordnet werden darf. Den Polizeibeamten steht das Recht zur Anordnung der Blutentnahme nur für den Ausnahmefall der Gefahr im Verzug zu.
Asiaten vertragen oft keinen Alkohol
Der Genuss von Alkohol bekommt Japanern, Chinesen und Koreanern oft nicht besonders gut: Anders als Europäer reagieren sie häufiger mit starken körperlichen Symtomen wie Gesichtsrötung oder Herzrasen.
Die Ursachen sind in der Wissenschaft umstritten. Doch ein chinesisches Forscherteam glaubt nun, die Erklärung gefunden zu haben.Die Alkoholunverträglichkeit vieler Asiaten geht auf die Ernährung ihrer Vorfahren zurück. Das zumindest behauptet jetzt ein chinesisches Forscherteam. Den Wissenschaftlern zufolge soll die Unverträglichkeit zur gleichen Zeit entstanden sein, als sich im südlichen China der Ackerbau entwickelte.
Als Hauptkulturpflanze etablierte sich dabei Reis. Um diesen haltbar zu machen, wurde er mit Hilfe von Hefepilzen vergoren, wobei auch Ethanol, also Alkohol, entstand. Nach Ansicht der Forscher ist die Alkoholunverträglichkeit demnach ein Schutzmechanismus und direkte Folge der reisbasierten Ernährung: Wer Alkohol schlechter vertrug, nahm weniger davon zu sich und reduzierte damit das Risiko, an alkoholbedingtem Organversagen zu sterben, berichtet das Team um Bing Su im Fachmagazin “BMC Evolutionary Biology”.
Drogenrazzia – Polizei durchsucht 300 Wohnungen
München – In einer Großrazzia hat die Polizei am Mittwoch mehr als 300 Wohnungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Slowenien durchsucht. Insgesamt werde gegen mehrere hundert Personen wegen Drogenhandels ermittelt, teilten das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) und die Staatsanwaltschaft Nürnberg/Fürth mit. Rund tausend Beamte waren an dem Einsatz beteiligt.
Cannabis fördert Nikotinabhängigkeit
Bislang galt das Rauchen von Zigaretten als „Einstiegsdroge“ für Cannabis. Doch gibt es auch umgekehrte Effekte. Ein US-amerikanisches Forschungsteam hat anhand einer Zwillingsstudie festgestellt, dass Cannabiskonsum den Übergang vom gelegentlichen zum regelmäßigen Zigarettenrauchen fördert und die Wahrscheinlichkeit erhöht, nikotinabhängig zu werden.
Die meisten Menschen, die Cannabis konsumieren, haben vorher mit dem Rauchen von Zigaretten begonnen. Diese Abfolge ist in der Wissenschaft gut belegt. Jugendliche, die mit dem Zigarettenrauchen anfangen, weisen im Vergleich zu jenen, die nicht rauchen, eine etwa 9- bis 15-fach erhöhte Wahrscheinlichkeit auf, später auch Cannabis auszuprobieren.
Eine US-amerikanische Forschungsgruppe um Arpana Agrawal von der Washington University School of Medicine hat nun den umgekehrten Einfluss untersucht. Denn das Rauchen von Tabak gilt als die häufigste vermeidbare Todesursache weltweit, weshalb die Faktoren, die eine Nikotinabhängigkeit begünstigen, von besonderem Interesse sind.